Dritter Titel: FC Eldagsen ist weiter das Maß aller Dinge in der Halle
Sieg nach Neun-Meter-Schießen beim Wallus-Cup gegen Gastgeber Bennigsen
Fußball
(bef). Drittes Hallenturnier – dritter Sieg. Der FC Eldagsen
dominierte die Hallenrunde 20020/2011 wie keine andere Mannschaft. So
auch am Wochenende beim Wallus-Cup in Bennigsen.
Das
Finale bot den Zuschauern einen Mix aus Spannung und schönen Toren.
Die favorisierten Eldagsener sahen nach Treffern von Adrian Gottschalk
und Tim Lösch schon wie der sichere Sieger aus, doch die Hausherren des
FC Bennigsen erkämpften sich das Neun-Meter-Schießen durch schöne Tore
von Rico Fromberg und Stefan Weidemann. Die Spannung im
Neun-Meter-Schießen hätte nicht größer sein können, da alle drei
Schützen beider Teams trafen. So musste jeder Schütze nochmals an den
Punkt. Bennigsens Pascal Wendler versagten die Nerven, und der FC
Eldagsen konnte zum dritten Mal in diesem Jahr einen Pokal mit nach
Hause nehmen.
Die
Halbfinalspiele waren klare Angelegenheiten für die beiden Finalisten.
Bennigsen zog mit einem 5:1-Sieg gegen die SG Berwardswiese in
selbiges ein. Auch Eldagsen hatte beim 4:1-Erfolg gegen die Reserve des
FC Springe keine Mühe. Den dritten Platz belegte die SG Berwardswiese
nach einem 4:0-Sieg gegen den FC Springe II, und das ohne
Auswechselspieler.
In
der Vorrundengruppe A setzte sich der spätere Sieger Eldagsen souverän
ohne Niederlage vor dem FC Bennigsen durch und erzielte in vier
Spielen 23 Tore.
In
der Vorrundengruppe B ließ die SG Berwardswiese nichts anbrennen und
zog ebenfalls ohne Niederlage in das Halbfinale ein. Im letzten
Gruppenspiel verspielte der TSV Gestorf durch eine 0:1-Niederlage gegen
den FC Springe II das Weiterkommen.
Nicht
nur die Mannschaft des FC Eldagsen durfte sich zum dritten Mal über
eine Trophäe freuen, sondern auch Torjäger André Gehrke, der wieder die
Torjägerkanone erhielt.
Insgesamt
fielen im Turnier 110 Tore. Bemerkenswert ist, dass der Turniersieger
ein Viertel aller Turniertore erzielte. Im gesamten Spielverlauf
mussten die Schiedsrichter lediglich einmal eine Zwei-Minuten-Strafe
aussprechen. Auch schwerere Verletzungen blieben zum Glück aus;
lediglich Springes Keeper Jan Jungblut musste mit einer Platzwunde ins
Krankenhaus.
Neue Deister Zeitung, 31.01.2011
Eldagsener Hallen-Express ist nicht zu stoppen
Klarer 6:0-Finalerfolg über den TSV Pattensen II / André Gehrke mit 14 Treffern bester Torschütze
Fußball. Beim
3. Eldagsener Berggarten-Cup in der Bennigser Süllbergsporthalle
verteilte der FC Eldagsen keine Gastgeschenke. Eine Woche nach dem
grandiosen Triumph beim Springer NDZ-Cup behielten die Gastgeber im
Finale gegen den TSV Pattensen II mit einem deutlichen 6:0 die
Oberhand. Neben dem begehrten Wanderpokal strich der Bezirksligist eine
Siegprämie von 400 Euro ein und sorgte somit erneut für einen warmen
Regen in die Mannschaftskasse.
Etwa
500 Zuschauer erlebten an beiden Turniertagen erneut einen
überragenden André Gehrke, der sich mit 14 Treffern nicht nur die
Torjäger-Trophäe sicherte, sondern auch der Garant für den Erfolg seiner
Mannschaft war. Die Endspielteilnahme stand allerdings auf der Kippe:
In der Halbfinalpartie gegen Titelverteidiger TV Jahn Leveste rettete
sich der FCE erst Sekunden vor Schluss durch den Ausgleichstreffer ins
Neunmeterschießen. Hier hatten die Schwarzgelben dann die besseren
Nerven. Im zweiten Halbfinale bezwang ebenfalls nach Penaltyschießen der
TSV Pattensen II den SV Gehrden, der im Spiel um den dritten Platz
Leveste mit 5:3 bezwang. Als bester Torhüter wurde Florian Badstieber
vom SV Weetzen ausgezeichnet.
Besonders spannend verlief die Vorrunde in der Gruppe A.
Neben Leveste und Weetzen qualifizierten sich der FC Springe und der
VfB Eimbeckhausen mit jeweils sechs Punkten für die Endrunde. Pech hatte
die Reserve des FCE, die mit ebenfalls sechs Punkten, aber dem
schlechteren Torverhältnis nur den undankbaren fünften Platz erreichte.
Der TSV Gestorf wurde mit drei Punkten Letzter. In der Gruppe B
setzten sich alle Favoriten durch. Eldagsen wurde ungeschlagen Erster,
gefolgt vom SV Gehrden, dem TSV Pattensen und dem SV Altenhagen. Der
punktlose SC Völksen und der FC Bennigsen belegten die letzten beiden
Ränge.
In der Endrunde
enttäuschte besonders der FC Springe. Mit lediglich einem Remis gegen
den SV Altenhagen verabschiedete sich das Team von Franz Genschick
glanzlos. Die Mannschaften des VfB Eimbeckhausen und des SV Weetzen
spielten guten Fußball, konnten sich allerdings nicht wesentlich gegen
die späteren Finalteilnehmer durchsetzen.
Die
Organisatoren waren mit dem Turnierverlauf hochzufrieden. „Es gab
spannende Spiele und keine schweren Verletzungen. Ein großes Lob auch
an die Unparteiischen und besonders an die vielen Helfer“, resümierte
Regiesprecher Adrian Gottschalk.
Am Rande...
An
beiden Tagen fielen 216 Tore. Davon zwei Kopfballtore. Der älteste
Spieler des Turniers war der Vierzigjährige Christian Gilca von der TV
Leveste. Christopher Helbrecht vom SV Altenhagen war mit 17 Jahren der
jüngste Teilnehmer. Ein gutes Händchen hatten die Unparteiischen, die
lediglich einmal Rot zeigen mussten. Kevin Krzikalla hatte mit der Hand
ein Tor vereitelt. Besorgniserregende Verletzungen blieben zum Glück
aus.
Neue Deister Zeitung, 17.01.2011
Ganz in Schwarz zum ersten Titel beim NDZ-Cup
FC Eldagsen schlägt Gastgeber FC Springe im Finale mit 2:0 / Neuling Badenstedt wird Dritter
Fußball.
Es hätte der perfekte Start ins Jahr des 100-jährigen Bestehens für
den FC Springe werden können, doch Dauerrivale FC Eldagsen machte den
Gastgebern beim 15. NDZ-Cup einen Strich durch die Rechnung und nahm
nach dem 2:0-Finalerfolg gegen den FCS den Pokal erstmals mit nach
Hause. Turnier-Organisator Ralf Käß wusste, warum: „Ihr hattet endlich
die richtigen Trikots an“, sagte er bei der Siegerehrung. Statt im
gewohnten Gelb spielten die Eldagsener ganz in Schwarz – was ja
bekanntermaßen auch eine der Springer Vereinsfarben ist.
Der
FCE überzeugte nicht nur modisch, sondern vor allem spielerisch. Die
Eldagsener gewannen alle neun Partien, kassierten dabei ganze vier
Gegentreffer. „Dieses Turnier kann man kaum in Worte fassen“, sagte
FCE-Coach Karsten Bürst. Und: „Endlich mal.“ Neben den Gastgebern waren
die Eldagsener als einzige Mannschaft bislang immer beim NDZ-Cup dabei
gewesen.
Im
Finale gegen Springe hatten zunächst die Gastgeber mehr Spielanteile
und die ersten Chancen. Ruven Klimke traf sogar, doch Schiedsrichter
Ali Kaya hatte vorher ein Foul gesehen. Nach der Hälfte der
15-minütigen Spielzeit schoss Sebastian Westenfeld erstmals für
Eldagsen aufs Tor, stellte FCS-Keeper Daniel Hake aber nicht vor
Probleme. Doch dann kam André Gehrke, der überragende Spieler des
Turniers: Einen Konter schloss er überlegt zum 1:0 ab. Sekunden vor
Schluss schob er erneut an Hake vorbei, Westenfeld drückte den Ball über
die Linie. FCS-Coach Franz Genschick war über die Finalniederlage
„nicht böse“. Seine Mannschaft spielte bis zum Finale souverän. „Und es
war klar: Wer im Endspiel das erste Tor macht, gewinnt.“
Mit
Eimbeckhausen und Bennigsen erreichten zwei weitere heimische Teams
die Zwischenrunde, Bennigsen hätte mit einem Sieg im letzten
Gruppenspiel sogar die Gastgeber herauswerfen können. Trainer Nico
Freier war entsprechend zufrieden. Landesligist Halvestorf enttäuschte
dagegen in der Zwischenrunde mit drei Niederlagen. Trainer Milan
Rukavina kam mit nur sechs Spielern, seine Besten hatte er zum Turnier
von Eintracht Afferde geschickt: „Das ist im Landkreis Hameln-Pyrmont,
und da kommen wir her“, sagte er entschuldigend. „Trotzdem hatten wir
es uns anders vorgestellt.“ Positiv überraschte Neuling TV Badenstedt
aus der Kreisliga Hannover-Stadt, der erst im Halbfinale an Springe
scheiterte und im kleinen Finale den vor allem durch seine
disziplinierte Spielweise überzeugenden VfL Nordstemmen besiegte. „Es
war für uns eine runde Sache“, so TVB-Trainer Karsten Poerz.
Neue Deister Zeitung, 10.01.2011
Bester Torwart / Bester Torjäger
Im
Halbfinale gegen Nordstemmen erwischte es ihn. Eldagsens Torhüter
Patrick Bürst kassierte seinen ersten Gegentreffer am Finaltag – es
sollte der einzige am Sonntag bleiben. Auch am Sonnabend musste Bürst
lediglich dreimal hinter sich greifen. Somit fiel dem Organisationsteam
die Wahl auch nicht schwer. Ralf Käß: „Auch wenn es nicht so sein
sollte, dass eine Mannschaft alle Preise mit nach Hause nimmt, aber
vier Gegentore in neun Spielen sprechen eine deutliche Sprache. Die
Auszeichnung ist mehr als gerechtfertigt und hoch verdient.“
Bereits
nach den ersten beiden Vorrundenspielen war für die Zuschauer klar,
wer Torschützenkönig wird. Eldagsens André Gehrke machte zweimal
hintereinander vier Buden. Hallensprecher Stefan Meyer wusste nach den
beiden Spielen schon, wie oft Gehrke insgesamt treffen wird: „Diesmal
kratzt er an der 20.“ Im Halbfinale machte Gehrke, der schon in den
vergangenen beiden Jahren Torschützenkönig des NDZ-Cups war, dann
seinen 20. Treffer, im Finale Tor Nummer 21. Es hätten 22 werden
können, doch das letzte Tor „klaute“ ihm Teamkollege Sebastian
Westenfeld und spitzelte den Ball über die Linie. Sein trockener
Kommentar: „André hat doch schon genug Tore gemacht.“
Neue Deister Zeitung, 10.01.2011
Algestorf scheitert wie im Vorjahr an der Tordifferenz
Vorrunde: Völksen unter Wert geschlagen / Schießbude Gestorf / Altenhagen verpasst erstmals Zwischenrunde
Im
Vorjahr waren die A-Junioren des FC Springe die große Überraschung
gewesen, als sie die Zwischenrunde erreichten. Und auch in diesem Jahr
startete die jüngste Mannschaft des Turniers furios mit einem
3:0-Erfolg in Gruppe A gegen Bezirksligist Gehrden. Der Sieg
schien den Youngstern aber nicht gut bekommen zu sein, denn danach gab
es nur noch Niederlagen. Beim 0:6 gegen Bennigsen lagen sie schon nach
50 Sekunden 0:2 hinten, „da brechen dann alle Dämme“, so Trainer
Christian Krone. Die Bennigser schafften dagegen dank eines 4:3-Sieges
in ihrem letzten Vorrundenspiel gegen Eimbeckhausen als zweitbester
Gruppendritter erstmals den Einzug in die Zwischenrunde.
Den verpasste der TSV Algesdorf wie im Vorjahr nur aufgrund der schlechteren Tordifferenz – der Schaumburger Kreisligist kam in Gruppe B
ebenfalls auf sechs Punkte, 7:11 Tore reichten aber nicht. Chancenlos
waren in dieser Gruppe der SV Altenhagen und der SC Völksen. Wobei die
punktlosen Völksener unter Wert geschlagen wurden. Gegen Nordstemmen
kassierten sie erst Sekunden vor Schluss das 1:2, gegen die souveränen
Eldagsener gingen sie sogar als einzige Mannschaft in Führung, deutlich
verloren sie nur gegen Altenhagen – was dem SVA aber auch nichts
nützte, der bei der dritten Teilnahme erstmals schon am ersten Tag
ausschied.
Die eindeutig meisten Tore in der Vorrunde fielen in Gruppe C.
Als wahre Schießbude präsentierte sich dabei der TSV Gestorf mit 26
Gegentreffern. Selbst im letzten Spiel gegen die zu diesem Zeitpunkt
ebenfalls schon ausgeschiedenen Weetzener kassierten sie noch neun
Buden. „Wenn alle nicht zuhören, was sie machen sollen...“, so TSV-Coach
Sven Mertens genervt.
Neue Deister Zeitung, 10.01.2011
Die Kader der Endrundenteilnehmer
SSG Halvestorf: Fabian
Moniac, Sascha Helbig, Matthias Günzel (3 Tore), Tayfun Dizdar (2),
Jannik Schmidt (1), Jan-Niklas Bleil (4), Frank Jürgens (3), Timo
Möller (2), Dennis Schimanski (1), Paul Walz (1), Milan Rukavina.
VfB Eimbeckhausen:
Steffen Schuster, Mario Prochnau (1), Tim Dolle (5), Hakan Atangüc
(1), Kai Stelzer (2), Michael Wehmann (1), Soeren Koss (3), Richard
Knipp (2), Sven-Erik Nold (2), André Maedchen.
FC Bennigsen:
Tobias Müller, Juri Geiger (1), Agwan Gevorgjan (6), Stefan Weidemann
(5), Pascal Wendler (1), Daniel Gutekunst (2), Temo Altan (2), Ricardo
Borzillo (1), Rico Frömberg (3), Johannes Glesinski.
FC Eldagsen:
Patrick Bürst, Heinrich Eicke, Adrian Gottschalk (1), Till Engelhardt,
André Gehrke (21), Tim Lösch (1), Dominik Schröder (1), Florian Siuts
(2), Marcel Wendler (1), Sebastian Westenfeld (6).
VfL Nordstemmen:
Kai Grunow, Dennis Ramftel (3), Stephan Franke, Thomas Hamerla (1),
Christian Marx (6), Norman Winkler (1), Adel Omayrat (2), Niklas
Walkerling, Christian Schulz (2), Akman Ismail.
FC Springe:
Daniel Hake, Tim Dreyer (2), Sascha Buchholz (2), Ruven Klimke (4),
Faiz Hamo (1), Martin Sperling (3), Dennis Offermann (7), Sönke Wyrwoll
(2), Dennis Klippstein, Oliver Geide (4).
SV Degersen:
Marco di Michele, Jörn Jensen (3), Steffen Harte, Farid Abdi (3),
Pedro Diaz (2), Mustafa Aydin (2), Davin Vormeng, Marvin Müller (1),
Benito Thies, Ricardo Thies, Ricardo Diaz (2).
TV Badenstedt:
Slawomir Klabis, Mete Kaya (3), Mehmet Kaplan (5), Savas Olcay (4),
Sascha Jacobus (8), Benan Ekinci, Mustafa Sahbaz (5), Ilyas Isik (3),
Edin Hot (5), Hakan Yalci.
Neue Deister Zeitung, 10.01.2011
Beim Sieger des Tombola-Hauptpreises kam nicht so richtig Freude auf. Der eingefleischte 96-Fan Stephan „Schanko“ Meyer aus
Springe gewann ein signiertes Trikot von Schalke 04. „Das ist ja
eigentlich die Höchststrafe für mich. Ich werde das Trikot dem
Fußballmuseum stiften.“
Sponsor und FCS-Vorstand Burkhard Schaper
gab stolz bekannt, dass es im nächsten Jahr eine kleine Änderung in
der Halle geben wird. „Wir werden den Budenzauber noch interessanter
gestalten und 2012 mit Vollbande spielen, damit die Spieler noch mehr
Spaß haben.“
Das neue Dreigestirn im Regieraum, Stefan Meyer (Hallensprecher), Sebastian Warnsmann (DJ) und Ralf Käß (Organisator)
machte seine Aufgabe gut. Obwohl Meyer zugab, dass es eine gewisse
Anfangsnervosität gab. „Aber nach den ersten Durchsagen lief es fast wie
von alleine und hat Spaß gemacht.“
Richtig laut wurde es in der Halle, wenn Bennigsens Agwan Gevorgjan ein Tor erzielte. Ein privater Fanklub? Sein Trainer Nico Freier
stellte klar: „Aggi ist ein super Typ und begnadeter Fußballer. Da ist
es doch klar das die Leute ihm zujubeln. Einen Fanklub hat er aber,
glaube ich, noch nicht.“
Professionell vorbereitet reiste der FC Eldagsen an – mit eigener Massagebank. Physiotherapeut Steffen Hartmann knetete die Spieler wieder fit – wie das Endergebnis zeigt, mit Erfolg.
Nach dem Endrunden-Aus des VfB Eimbeckhausen lief Sven-Erik Nold
im Kabinentrakt ohne Hose herum. Was war passiert? „Es ist alles da,
nur meine Hose fehlt“, so Nold. Ob er später „unten ohne“ nach Hause
fahren musste, oder ob ihm jemand ausgeholfen hat, ist nicht bekannt.
Bis auf die eine oder andere „Rudelbildung“ hatten sie leichtes Spiel: Die Schiedsrichter Ali Kaya (TuS Davenstedt), Nurettin Anatca (Hannover 96) und Klaus Isernhagen (FC Springe) leiteten die Spiele souverän.
Neue Deister Zeitung, 10.01.2011
NDZ-Cup erstmals ohne Chefansager Lopez-Peralta
Mit ihm geht auch der DJ Olaf Lüer
Fußball.
Seine Stimme war unüberhörbar, sein Einsatz im Regieraum war
unübertroffen, sein Engagement hinterlässt große Spuren. Die Rede ist
von Miguel Lopez-Peralta, der bis zum vergangenen Jahr als Chefansager
beim NDZ-Cup in der Sporthalle der Harmsmühlenstraße vornehmlich dann
das Sagen hatte, wenn die einzelnen Begegnungen durch den Pfiff des
Schiedsrichters oder bei erzielten Toren unterbrochen waren.
Fünf
Jahre lang war der gebürtige Paraguayer die markante Stimme im
Regieraum, wo er zusammen mit dem DJ Olaf („Tutschi“) Lüer die Aufgaben
meisterte. Bei der an diesem Wochenende anstehenden 15. Auflage des
NDZ-Cups ist „Paco“, wie der 46-Jährige liebevoll von seinen vielen
Fans gerufen wird, nicht mehr mit von der Partie.
Das
allgewaltige Sprachrohr, das mit seinem Überschwang in der Wortwahl
sowie Euphorie und Begeisterung zu einem Markenzeichen geworden ist,
hat für sich selbst entschieden, dass fünf Jahre für diesen
ehrenamtlichen Job ausreichend sind.
„Ich
musste schon ein wenig an meine Gesundheit denken und mich
entscheiden, ob ich mich nach dem Turnier weiterhin mit zwei Wochen
Rückenschmerzen herumquälen sollte oder nicht“, begründet Lopez-Peralta
seinen Ausstieg.
Die
räumlich begrenzten Arbeitsmöglichkeiten im Regieraum waren an zwei
Tagen nicht förderlich für die Gesundheit. „Ich musste mich sehr stark
recken und zur Scheibe des Regieraumes drängen, um die rechte
Spielhälfte in den Blick zu bekommen. Und wenn dann noch die
Schiedsrichter am Sichtfenster hin- und herliefen, war die Sicht oft
genug völlig dahin“, stellt Paco fest.
Er
war nicht allein nur Chefansager, sondern obendrein lag die
Zeitmessanlage sowie der Spielstandsanzeiger in seinem
Verantwortungsbereich.
„Gut
gebrüllt, Lopez-Peralta.“ Und schon hatte ihn Organisationschef
Manfred Haller vor fünf Jahren für die Chefansage bei den NDZ-Cups
gewinnen können. „Wir Südamerikaner sind von Hause aus stets laut und
stimmgewaltig, und so war ich auch bei den Heimspielen des FC Springe
mit meiner Stimme nicht zu überhören“, betont der 46-Jährige, der als
Laborant beim Blutspendedienst in Springe tätig ist.
Große
Freude hatte er daran, mit Besonderheiten den Zuschauern das erste Tor
einer Begegnung anzusagen und ebenso zu reagieren, wenn die
Schiedsrichter die erste gelbe und weiter nachfolgende gelbe Karten
zeigten oder sogar die rote Karte gezückt wurde.
An
ein Highlight in den fünf Jahren erinnert sich Lopez-Peralta wie
heute: Die Teilnahme seines Sohnes Tobias (18) im Jahre 2008 mit
Preußen Hameln 07. „Das war für mich etwas ganz Besonderes“.
Fünf
Jahre lang hat der 46-Jährige den Job beim NDZ-Cup mit Hingabe
ausgeübt und hatte viel Spaß und Freude dabei. „Eigentlich hätte ich
gerne noch weiter gemacht, aber die Gesundheit hat Vorrang.“
So
sei sein Ausstieg nur eine Pause und kein Abschied für immer. „Wenn
Not am Mann ist, und ich gefragt werde, stehe ich zur Verfügung.“
Neue Deister Zeitung, 08.01.2011