Springe wehrt Eldagsens ersten Matchball ab
3:1-Sieg in einem unterhaltsamen Derby vor 500 Zuschauern / FCE-Meisterfeier wohl nur aufgeschoben
Fußball.
Die Meisterfeier des FC Eldagsen in der Bezirksliga 4 ist zwar
aufgeschoben, aber nicht aufgehoben, da ist sich FCE-Trainer Karsten
Bürst „tausendprozentig sicher“. Den ersten Matchball hat sein Team
vergeben. 1:3 (0:2) unterlag Eldagsen vor knapp 500 Zuschauern beim FC
Springe, der nach dem 3:5 im Bezirkspokal und dem 0:0 im Hinspiel die
Derbybilanz für diese Saison ausglich. Die Laune haben die Springer den
Eldagsenern damit nicht verdorben. „Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey,
hey!“ und „Die Nummer 1 im Bezirk sind wir!“, skandierten die
Schwarz-Gelben in der Kabine – an einem Sieg am letzten Spieltag gegen
Absteiger Ronnenberg zweifelt keiner von ihnen.
„Wir
müssen aber alles besser machen gegen Ronnenberg“, sagt Bürst. Das ist
freilich etwas übertrieben. Denn seine Mannschaft spielte zwar nicht
gut, aber Ronnenberg ist bei weitem nicht so stark, wie es die Springer
am Sonnabend waren. FCS-Coach Franz Genschick konnte – abgesehen von
Torjäger Sönke Wyrwoll, den ein Magen-Darm Virus erwischt hatte –
endlich einmal seine Bestbesetzung aufbieten. Zudem konnten die
Springer, die am Vorwochenende letzte Zweifel am Klassenerhalt
ausgeräumt hatten, befreit aufspielen.
Sie
erwischten einen perfekten Start: Nach einem langen Einwurf von Julian
Dettmer legte Dennis Offermann für Sascha Buchholz ab, der schoss aus
16 Metern – und traf Offermann, der den Ball unhaltbar zum 1:0
abfälschte (2.). Auch der zweite Angriff saß: Wieder ging ein langer
Einwurf von Dettmer voraus, diesmal vollendete A-Junior Abudi Remmov
(16.), der als Wyrwoll-Vertreter vor allem im ersten Durchgang eine
starke Partie machte. Zwischendurch hatte Benjamin Rathe die Chance zum
Ausgleich vergeben, als er frei zum Kopfball kam, das Tor aber knapp
verfehlte (13.). Kurz nach dem 2:0 trat Springes Tim Dreyer über den
Ball, Sebastian Westenfeld brachte das Leder aber nicht richtig aufs
Tor, Ruven Klimke rettete ohne große Mühe einen Meter vor der Linie.
Mehr
Chancen hatten die Gäste vor der Pause nicht. Springe stand hinten
sicher, während die Eldagsener Abwehr so wacklig war, dass Bürst schon
nach einer halben Stunde Rathe für Hendrik Luczak auf die
Liberoposition beorderte. Dennoch schossen die Springer noch ein Tor –
der Treffer von Steve Goede nach Vorlage von Remmov wurde wegen abseits
jedoch nicht gegeben.
Eldagsen
mühte sich nach der Pause, blieb im Angriff aber harmlos. Auch Springe
hatte nicht mehr viele Chancen. Offermann verwandelte einen Strafstoß
zum 3:0, nachdem Sascha Hahnenberg ungestüm gegen Buchholz eingestiegen
war (72.). Das war die Entscheidung. Marcel Wendler hatte den
Anschlusstreffer auf dem Fuß, sein Schuss aus elf Metern glich aber
mehr einer Rückgabe. Immerhin holte Wendler noch einen Elfmeter raus,
den André Gehrke zum FCE-Ehrentreffer verwandelte (88.). Für eine
Aufholjagd war es aber schon zu spät.
FC Springe:
Hake – Dreyer (82. Faour), Nieber, Klimke – Müller, Buchholz,
Klippstein, Dettmer, Goede (65. Agaoglou) – Offermann, Remmov (85.
Hamo).
FC Eldagsen:
Bürst – Hahnenberg, Luczak, Timmermann – Gottschalk (79. Wendler),
Hüsam, Gehrke, Rathe, T.Engelhardt (61. M.Engelhardt) – S.Westenfeld
(84. Lösch), M.Westenfeld.
Tore: 1:0 Offermann (2.), 2:0 Remmov (16.), 3:0 Offermann (72./Foulelfmeter), 3:1 Gehrke (88./Foulelfmeter).
Neue Deister Zeitung, 30.05.2011
Derby-Splitter
Sönke
Wyrwoll war wegen eines Magen-Darm-Infekts beim Derby nicht dabei – war
aber Thema. Denn offenbar ist unsicher, ob der Torjäger in Springe
bleibt. Der 21-Jährige strebt eine Ausbildung zum Physiotherapeuten an –
Kreisligist SG Hameln 74 soll angeboten haben, sie zu finanzieren. „Da
gehen wir nicht mit“, so FCS-Coach Genschick.
Eine
dicke Lippe hatte André Gehrke nicht riskiert – aber Eldagsens Kapitän
trug eine davon. Im Luftkampf war er mit Paul Nieber
zusammengerasselt. Nieber blieb kurzzeitig benommen liegen, im Fallen
traf sein Fuß aber noch Gehrke im Gesicht. Gehrke konnte nach dem Spiel
aber schon wieder lachen – und tauschte zum Spaß noch mit Tim Dreyer
das Trikot.
Die
Verletzungspausen waren lang, die Comebacks kurz. Davon hat Stefan
Meyer genug. Der Springer Kapitän, der in der gesamten Saison kaum 90
Minuten gespielt hat, teilte seiner Mannschaft vor dem Derby mit, dass
er sich eine Auszeit vom Fußball nimmt: „Ich will mich erstmal um mich
kümmern“, sagt Meyer, der demnächst nach Eldagsen zieht. „Mein Pass
bleibt aber in Springe“, stellt er klar.
Es
war alles für eine Triumphfahrt nach Eldagsen vorbereitet: Trecker und
Anhänger standen bereit – geschmückt war der Festwagen aber noch
nicht: „So arrogant sind wir auch nicht“, so Fahrer Rainer Siuts. Der
Schmuck blieb unsichtbar im Anhänger – nach Hause gefahren ist die
Mannschaft damit trotzdem.
Nicht
alle Fans beim Derby interessierten sich nur für Fußball. Springes
zweifacher Dennis Offermann staunte nicht schlecht, als er beim
Versuch, einen Ball zu erreichen, über die Grundlinie auslief, dabei
einen Zuschauer, der gerade von Getränkestand kam, leicht touchierte
und von ihm gemaßregelt wurde: „Paß doch auf, mein Bier!“
A
propos Bier: Das hatten sich die Springer nach dem Sieg verdient. Das
fand auch HF-Manager Dennis Melching – und spendierte der
FCS-Mannschaft noch neben dem Platz eine Runde.
Einen
Tag nach der Niederlage in Springe nahm FCE-Coach Karsten Bürst
Revanche. Er betreut in den letzten Saisonspielen die Eldagsener
Reserve in der 2. Kreisklasse – und die gewann gestern gegen Springe II
mit 3:2.
Neue Deister Zeitung, 30.05.2011
Derby-Stimmen
Springes Trainer Franz Genschick:
„Unser Sieg war hoch verdient. Die Ordnung stimmte, Jeder wollte und
wir hatten endlich mal fast alle an Bord. Das war ein versöhnlicher
Abschluss, wir haben auch ein paar schöne Chancen rausgespielt.“
FCE-Coach Karsten Bürst:
„In der ersten Halbzeit haben wir Springe zu viel Raum gelassen, die
standen hinten gut und haben vorne eiskalt zugeschlagen. In der zweiten
Halbzeit haben wir versucht, Druck zu machen. Die Niederlage wirft uns
nicht um, wir haben 29 Spieltage lang gezeigt, was für eine geile
Einheit wir sind. Dann machen wir es eben nächste Woche klar, wir sind
von der Qualität her klar besser als Ronnenberg.“
Eldagsens Kapitän André Gehrke:
„Keiner von uns hat seine Leistung gebracht, alle wirkten etwas
verunsichert, obwohl es dafür eigentlich keinen Grund gab. Ich habe
aber Nullkommanull Zweifel, dass wir am nächsten Wochenende Meister
werden.“
FCS-Kapitän Julian Dettmer:
„Die Saison hat uns der Sieg nicht gerettet, aber den Tag. Wir
brauchen anscheinend immer ein großes Publikum. Heute hat sich die
Qualität der Einzelspieler gegen das Kollektiv durchgesetzt. Wir haben
gezeigt, dass wir gut spielen können. Wenn wir Spaß am Fußball
entwickeln, hält uns nicht viel auf.“
Neue Deister Zeitung, 30.05.2011
Gute Einzelspieler gegen starkes Kollektiv
FC Springe empfängt morgen den FC Eldagsen zum Derby / Bei Sieg sind die Gäste Meister
Fußball
(jab). Die mit ziemlicher Sicherheit größte Kulisse des Jahres hatte
Bezirksligist FC Springe vor eineinhalb Wochen beim Jubiläumsspiel
gegen Hannover 96. Das nächste Highlight folgt am morgigen Sonnabend
(16 Uhr). Dann gastiert der FC Eldagsen zum Bezirksliga-Derby an der
Harmsmühlenstraße. „Da werden ein paar hundert Zuschauer da sein“, sagt
FCS-Kapitän Julian Dettmer, „da muss man sich nicht groß motivieren.“
Die Gäste sind nicht nur durch die Kulisse motiviert –sie können in
Springe die Meisterschaft perfekt machen. „Es könnte ein ganz netter
Tag werden“, so Eldagsens Mannschaftsführer André Gehrke lakonisch.
Die
Meisterschaft in Springe unter Dach und Fach zu bringen, wäre für ihn
„das i-Tüpfelchen auf eine tolle Saison“, sagt Gehrke Anspannung sei
da, aber kein großer Druck. Selbst bei einer Niederlage könnte der
Titel schon morgen perfekt sein, sollte Tündern nicht gegen Rinteln
gewinnen. Selbst wenn nicht: „Dann machen wir es nächstes Wochenende
gegen Ronnenberg klar, da habe ich keine Zweifel“, sagt FCE-Trainer
Karsten Bürst.
Die
Eldagsener haben also nichts zu verlieren, selbst in der Derby-Bilanz:
Im Bezirkspokal gewann der FCE gegen Springe, im Hinspiel gab es ein
0:0. Abgesehen vom torlosen Remis im Februar sah in den letzten Jahren
im Derby der vermeintliche Favorit immer schlecht aus. „Davor habe ich
ein bisschen Angst“, gesteht Gehrke.
Schließlich
können auch die Springer, seit sie am vorigen Wochenende die letzten
Zweifel am Klassenerhalt beseitigt haben, befreit aufspielen. Viele
Spieler sind angeschlagen, „aber ich glaube nicht, dass sich jemand
schont“, sagt Dettmer. Er selbst trug beim Sieg gegen Niedernwöhren
einen Bluterguss am Oberschenkel davon und konnte nicht trainieren,
„aber ich spiele mit, keine Frage“.
Dass
die Eldagsener in Springe Meister werden können, „ist für die
Mannschaft nicht so wichtig, eher für die älteren Fans“, sagt Dettmer.
Ein Sieg wäre aber nicht schlecht, „dann könnten wir sagen, der Meister
hat gegen uns nur einen Punkt auf einem Rübenacker geholt“. Das
Hinspiel in Eldagsen war für beide Teams das erste nach der
Winterpause.
FCS-Stürmer
Dennis Offermann hat keine allzu guten Erinnerungen daran. Er wurde
damals von FCE-Manndecker Heinrich Eicke – nicht nur mit fairen Mitteln
– abgemeldet und ließ sich kurz vor Schluss zu einem Frustfoul
hinreißen. Es war der einzige Aufreger beim ansonsten emotionslosen
0:0.
Gegen
Eicke muss sich Offermann diesmal nicht durchsetzen – angenehmer wird
sein Gegenspieler aber nicht: „Sascha Hahnenberg wird gegen Offermann
spielen“, kündigt Bürst an. Um Springes bislang besten Torschützen
Sönke Wyrwoll soll sich Benjamin Timmermann kümmern. Adrian Gottschalk
soll auf der rechten Außenbahn für Sicherheit sorgen.
„Wir
wollen nicht mauern, aber wir werden auch nicht mit Mann und Maus
stürmen“, sagt Bürst. Wie er erwartet auch Gehrke ein Derby mit zwei
Teams auf Augenhöhe. „Springe hat die besseren Einzelspieler“, sagt der
FCE-Torjäger, „aber wir haben das stärkere Kollektiv.“
"n"
Das Bezirkssportgericht hat unterdessen das Verfahren wegen des
Einspruchs des FC Eldagsen gegen das Aufstiegsverbot in die Landesliga
eingeleitet. Die Verhandlung wird voraussichtlich am kommenden Dienstag
stattfinden. Das Hauptargument der Eldagsener, die von der
Rechtsanwältin Angelika Bode aus Hannover vertreten werden: Sie hätten
vor der Saison angesichts von etlichen D-Juniorenspielern sehr wohl
eine eigene Elfer-C-Juniorenmannschaft gemeldet, wie sie laut Anhang
der NFV-Spielordnung von potenziellen Landesligisten gefordert ist. Es
sei aber keine Staffel zustande gekommen, daher hätte der FCE
stattdessen zwei Siebener-D-Juniorenteams gemeldet. Ralf Serra, beim NFV
für Vereins- und Verbandsrecht zuständig, geht davon aus, dass dieser
Punkt im Sportgerichtsverfahren durchaus eine Rolle spielen könnte.
Neue Deister Zeitung, 27.05.2011
Zwei "Erzrivalen" unter einem Dach
Gottschalk (FCE) und Meyer (FCS) wohnen demnächst im gleichen Haus – Kabbeleien gehören dazu
Fußball
(jab). Die Rivalität zwischen Springer und Eldagsener Fußballern ist
legendär – aber längst nicht mehr so schlimm wie einst. Bestes
Beispiel: Adrian Gottschalk und Stefan Meyer. Die beiden
Defensivspieler wohnen demnächst sogar im gleichen Haus in Eldagsen,
obwohl der eine – Gottschalk – ein schwarz-gelbes Trikot trägt, und der
andere – Meyer – ein schwarz-weißes.
„Ich
bin ganz froh, dass hier einer einzieht, mit dem ich mich gut
verstehe“, sagt Gottschalk, der gerade das Haus, das seine Freundin
Simone geerbt hat, renoviert. Ins Obergeschoss zieht demnächst Meyer
mit seiner Freundin Laura, Simones Schwester, ein. Angst, nach Eldagsen
zu ziehen, hat Meyer nicht, „aber wenn die Meister werden, werde ich
ein paar Seitenhiebe kriegen beim Schützenfest“, sagt er. Schon am
kommenden Sonnabend (16 Uhr) könnten die Eldagsener den Titel in der
Bezirksliga 4 perfekt machen – im Derby in Springe würde schon ein
Remis reichen.
Wenn
Erzrivale Eldagsen ausgerechnet in Springe Meister werden würde, wäre
das für Meyer, der wegen seiner Verletzung im Derby „ziemlich sicher
nicht“ spielen wird, „sportlich ganz bitter“. Neidisch ist er, das gibt
er ganz offen zu, „weil ich auf jeden neidisch bin, der Erster wird.
Denn als Sportler will ich schließlich auch immer Erster werden“.
Von
Platz eins ist der FC Springe in dieser Saison weit entfernt, erst am
vorigen Wochenende machten die Schwarz-Weißen den Klassenerhalt
endgültig perfekt – Grund genug für kleine Sticheleien aus Eldagsen.
„Wir kabbeln uns immer mal ein bisschen“, sagt Gottschalk, „bei 17
Punkten Vorsprung auf Springe ist das recht angenehm.“ Natürlich hat
Meyer aber eine passende Antwort parat. „Meister der Herzen ist ja
schön und gut...“, sagt er.
Denn
aufsteigen darf der FCE bekanntermaßen nicht. „Wir necken sie damit“,
sagt Meyer, „so wie sie uns damit necken, dass es bei uns sportlich
nicht läuft.“ Schadenfroh sei beim FCS aber niemand, versichert er:
„Wir würden Eldagsen alle den Aufstieg gönnen. Wer sportlich Erster
wird, hat es verdient, eine Liga höher zu spielen.“
Dass
daraus wohl nichts wird, ist für Gottschalk „ganz bitter. Die letzten
Wochen waren nicht einfach für uns. Dass trotzdem keiner den Kopf
hängen gelassen hat, ist sagenhaft“. Gottschalk ist wegen des
Hausumbaus derzeit im Stress und hat gerade eine kleine Formkrise
bewältigt. Gesetzt ist er im Team trotzdem, „wir haben ja auch keinen
allzu großen Kader“, sagt er. Verstärkung könnten sie in Eldagsen gut
gebrauchen. Einen wie Meyer? „Ich habe die Fühler mal ausgestreckt“,
sagt Gottschalk grinsend – ganz so weit geht die Freundschaft wohl aber
doch nicht.
Neue Deister Zeitung, 26.05.2011
FCE erhebt Einspruch - ohne große Hoffnungen
Bezirks-Sportgericht muss nun entscheiden, ob Eldagsen in die Landesliga aufsteigen darf
Fußball (jab). Vor etwas mehr als einer Woche erhielt
Bezirksligist FC Eldagsen Post vom Bezirksspielausschuss. Darin wurde
dem designierten Meister der Staffel 4 offiziell mitgeteilt, dass er
nicht die Bedingungen erfüllt, um am Spielbetrieb in der Landesliga
teilzunehmen, und deshalb nicht aufsteigen darf. Gegen diesen
Verwaltungsbeschluss haben die Eldagsener nun wie angekündigt Einspruch
eingelegt. „Große Hoffnungen mache ich mir allerdings nicht“, sagt der
FCE-Vorsitzende Karl-Heinz Westenfeld.
Ihm
ist nach wie vor „unverständlich, dass man im Verband so wenig nach
unten schaut und sieht, was in den Vereinen passiert“. Nach den
Statuten des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) darf der FCE
nicht aufsteigen, weil er über keine eigenständige A-, B- oder
C-Juniorenmannschaft verfügt. Der Eldagsener Nachwuchs kickt in
Jugendspielgemeinschaften (JSG), die laut NFV-Spielordnung nicht
ausreichen, um nachhaltige Jugendarbeit nachzuweisen, die für den Start
von Herrenteams in den höheren Ligen verlangt wird. Gefordert werden,
wenn schon keine eigenen Teams, Jugendfördervereine (JFV), bei denen
vertraglich geregelt ist, welcher Stammverein welche Spieler einbringt.
So soll Mogeleien, wie sie sie offenbar in JSG gegeben hat, vorgebeugt
werden. „Wenn ich will, kann ich aber auch so schummeln“, sagt
Westenfeld, der überzeugt ist, dass die NFV-Statuten bald wieder
geändert werden. „Sachsen-Anhalt hatte die gleiche Regelung, dort wurde
sie schon wieder zurückgenommen“, sagt er.
Dass
dem FCE das in der aktuellen Situation weiterhilft, kann sich
allerdings auch Westenfeld kaum vorstellen. „Wir hoffen, dass das
Sportgericht Gnade vor Recht ergehen lässt, wir leisten schließlich seit
Jahren gute Jugendarbeit.“ Wie kulant das Gericht ist, dürfte sich
vorher im Fall des STK Eilvese zeigen: Auch der seit langem feststehende
Meister der Staffel 1 darf wegen fehlender Jugendteams nicht
aufsteigen – gestern Abend wurde der Einspruch verhandelt.
Neue Deister Zeitung, 25.05.2011
"Was Besonderes, überhaupt Meister zu werden"
FCE-Coach Karsten Bürst muss den Titel nicht unbedingt in Springe holen / Luczak verlässt Eldagsen
Fußball. Der FC Eldagsen lässt sich trotz Aufstiegsverbots
im Titelrennen der Bezirksliga 4 nicht aufhalten. Nach dem 8:2-Erfolg
am Sonntag in Klein Berkel fehlt den Schwarz-Gelben nur noch ein Punkt,
um Meister zu werden. Holen könnten sie ihn am kommenden Sonnabend –
beim FC Springe. Über das Derby, das nun zusätzliche Brisanz gewinnt,
und Veränderungen im Kader sprach NDZ-Redakteur Jan-Erik Bertram mit
FCE-Coach Karsten Bürst.
Ist es etwas Besonderes für Sie, dass Sie ausgerechnet in Springe Meister werden können?
Für den einen oder anderen vielleicht schon. Für mich ist es
aber vor allem etwas Besonderes, überhaupt Meister werden zu können.
In Springe wäre es schön, weil es vor einer großen Kulisse wäre. Aber
wir fahren da ohne Stress hin, denn die fehlenden Punkte holen wir
spätestens zu Hause gegen Ronnenberg, davon bin ich überzeugt.
Springe ist seit Sonntag gerettet und hat auch keinen Stress mehr. Beste Voraussetzungen also.
Ich freu mich auch drauf. Wir sind uns in den letzten Jahren
auf Augenhöhe begegnet, es waren immer tolle Spiele, mit Ausnahme des
0:0 im Februar. Springe kann mit dem einen Spiel die ganze Saison
retten. Wir wissen, dass es ein Derby mit großer Brisanz ist, dass sich
der Stadionsprecher beim Spiel gegen 96 aber hinstellt und sagt, sie
wollen dem Erzfeind aus Eldagsen die Meisterschaft versauen – darüber
bin ich richtig sauer. Rivalität muss sein, aber das gehört sich nicht.
Hat der Verein schon Einspruch gegen das Aufstiegsverbot eingelegt?
Dazu kann ich gar nichts sagen, ich weiß nur, dass der
Vorstand einen Anwalt eingeschaltet hat. Die Mannschaft nimmt es, wie es
kommt. Wir müssen, egal in welcher Liga, die Euphorie nach dieser
Riesensaison in die nächste Serie mitnehmen.
Tim Lösch verlässt den Verein – wer noch?
Hendrik Luczak hat vor dem Klein-Berkel-Spiel gesagt, dass
er bei uns aufhört. Er hat einen Job in Braunschweig und wohnt in
Hannover – auf Dauer wird ihm das zu stressig. Er merkt ja auch selber,
dass ihm das Balltraining fehlt.
Holen Sie Ersatz?
Yannik Gronau, Christian Marx und Dominik Schröder stehen ja
schon länger als Zugänge fest. Mit einem Spieler sind wir im Gespräch,
aber fest ist noch nichts. Auf die Suche gehen wir nicht mehr, in der
Zweiten sind ja auch noch ein paar Leute, die einspringen können.
Neue Deister Zeitung, 24.05.2011
Gehrke-Gala bei Eldagsens 8:2
Nach Tünderns Patzer winkt FCE der Titel schon in Springe
Fußball (jab). Matchball für den FC Eldagsen: Der
Spitzenreiter der Bezirksliga 4 gewann gestern 8:2 (4:1) bei Absteiger
TSV Klein Berkel. Weil Verfolger Tündern am Freitag in Stadthagen
verloren hatte, reicht den Eldagsenern im Derby am kommenden Sonnabend
beim FC Springe schon ein Punkt, um die Meisterschaft perfekt zu machen.
„Das wird ein Hammerspiel“, freut sich Eldagsens Coach Karsten Bürst
schon jetzt.
Der
verlebte an der Seitenlinie einen ruhigen Nachmittag. Seine Mannschaft
nahm das Spiel ernst, setzte die Gastgeber von Beginn an unter Druck
und holte sich mit zwei frühen Toren schnell die nötige Sicherheit:
Nach Treffern von Marius Westenfeld und dem überragenden André Gehrke,
der an sieben der acht FCE-Tore beteiligt war, stand es schon nach zehn
Minuten 0:2. „Wir haben auch spielerisch überzeugt“, so Bürst, der
aber auch zugab: „Der Gegner hat uns gelassen.“
Neben
Gehrke glänzte beim FCE vor allem Matthias Hüsam, der im defensiven
Mittelfeld viele Zweikämpfe gewann und ebenfalls drei Tore erzielte.
Einziger Wermutstropfen aus Eldagsener Sicht: Benjamin Rathe musste
schon vor der Pause verletzt ausgewechselt werden. „Es sieht nicht gut
aus für nächste Woche“, sagt Bürst.
FC Eldagsen:
P.Bürst – Hahnenberg, Luczak, Gottschalk – Wendler, Hüsam, Gehrke,
Rathe (39. M.Engelhardt), Timmermann (71. Eicke) – S.Westenfeld,
M.Westenfeld.
Tore:
0:1 M.Westenfeld (4.), 0:2, 0:3 Gehrke (10./ Foulelfmeter, 30.), 0:4
Hüsam (35.), 1:4 Schmidt (39.), 1:5 Gehrke (60.), 2:5 Schmidt (66.),
2:6, 2:7 Hüsam (70., 83.), 2:8 Lösch (84.).
Neue Deister Zeitung, 23.05.2011
Bürst reicht auch ein knapper Sieg
Bezirksliga-Primus FC Eldagsen gastiert bei Absteiger Klein Berkel
Fußball
(jab). Mittlerweile hat der FC Eldagsen es schriftlich: Der
Spielausschuss informierte den Spitzenreiter der Bezirksliga jetzt
offiziell, dass er auch im Falle des Titelgewinns wegen fehlender
eigener Jugendmannschaften nicht in die Landesliga aufsteigen dürfte.
„Ich hoffe, die Jungs verkrampfen deswegen nicht“, sagt FCE-Coach
Karsten Bürst. Der will als Belohnung für eine starke Saison wenigstens
die Meisterschaft holen, „das könnte uns keiner mehr nehmen“. Auf dem
Weg dahin ist ein Sieg am Sonntag (15 Uhr) beim bereits feststehenden
Absteiger TSV Klein Berkel Pflicht.
Die
Höhe des Sieges ist Bürst egal. „Wenn wir 1:0 oder 2:1 gewinnen,
reicht mir das“, sagt der Trainer, „im Vorbeigehen gewinnt man solche
Spiele nicht, das hat man ja gegen Niedernwöhren gesehen.“ Gegen das
Schlusslicht gelang den Eldagsenern am vorigen Wochenende erst in der
Nachspielzeit der entscheidende Treffer zum 2:1-Sieg.
Bürst
hat den TSV beim 0:4 zuletzt gegen Rinteln beobachtet. „Nach vorne
spielen die gar nicht so schlecht, da müssen wir einige entscheidende
Leute abmelden“, sagt er, „aber in der Abwehr haben sie ihre Probleme.“
Das belegt auch die Tabelle. 45 Gegentreffer kassierte Klein Berkel in
der Rückrunde – mehr als jedes andere Team.
Verzichten
muss Bürst in Klein Berkel neben Florian Siuts auch auf Till
Engelhardt, der sich beim Schulsport am Knie verletzte. Tim Lösch ist
dafür wieder dabei, auch Moritz Engelhardt ist wieder fit. Im Formtief
steckt Adrian Gottschalk. Bürst äußert aber Verständnis: „Er hat mit
seinem Hausumbau wahnsinnig viel zu tun. Das schlaucht“, sagt er. „Aber
Adi spielt von Anfang an, er wird seine Aufgabe erfüllen.“
Neue Deister Zeitung, 20.05.2011
2:1 - der FC Eldagsen erzwingt das Glück
Nach Sieg gegen Niedernwöhren weiter Spitzenreiter / Marius Westenfeld trifft in der Nachspielzeit
Fußball.
So wird man Meister – der FC Eldagsen hat zwar im Heimspiel gegen den
TuS Niedernwöhren keinen spielerischen Glanz verbreitet, gegen das
sieglose Bezirksliga-Schlusslicht mit großer Moral aber das Glück
erzwungen. Mit der letzten Aktion des Spiels erzielte Marius Westenfeld
den Treffer zum 2:1 (0:1)-Sieg, mit dem der FCE die Tabellenführung
vor Tündern, das gegen Gehrden mit 3:1 gewann, verteidigten.
„Man
merkt, dass wir uns zu viele Gedanken machen über die Geschichte“,
sagte Eldagsens Trainer Karsten Bürst in Anspielung darauf, dass den
Schwarz-Gelben wegen fehlender eigener Jugendmannschaften der Aufstieg
verweigert werden soll.
Eine
Halbzeit lang sah es allerdings so aus, als würde sich das Thema
Aufstieg schon sportlich erledigen. Die Gastgeber hatten zwar gefühlte
75 Prozent Ballbesitz, ließen aber Ideen im Angriff vermissen. „Die
rechte Seite war tot“, so Bürst. Benjamin Timmermann vertrat auf der
Außenbahn den verletzten Florian Siuts, setzte aber offensiv keine
Akzente. So hatten die Gäste, die in der Abwehr sicher standen, vor dem
Seitenwechsel die besseren Chancen. FCE-Keeper Patrick Bürst
verhinderte im direkten Duell gegen Arne Wittenberg zunächst die
Niedernwöhrener Führung (37.). Beim Lupfer von TuS-Kapitän Markus
Mensching war er allerdings machtlos (42.).
Karsten
Bürst brachte nach der Pause Marcel Wendler auf der rechten Seite,
Timmermann rückte für den enttäuschenden Adrian Gottschalk in die
Innenverteidigung. Jetzt entwickelten die Gastgeber mehr Druck über
Außen – und kamen zu klaren Chancen. Schon drei Minuten nach
Wiederbeginn köpfte Matthias Hüsam den starken TuS-Keeper Veit
Ehlerding an, im Nachsetzen stocherte er den Ball über die Linie –
Schiedsrichter Boris Schreiber entschied auf abseits. Wenige Minuten
später war es dann soweit: Mit einem Schlenzer vom Strafraumeck machte
André Gehrke den Ausgleich (54.).
Die
Eldagsener hatten genügend Gelegenheiten, alles klar zu machen. Die
größte vergab Benjamin Rathe, dessen Schuss Ehlerding an den
Innenpfosten lenkte. So war es auch in der Nachspielzeit. Eine Flanke
von Sebastian Westenfeld verlängerte Gehrke per Hinterkopf zu dessen
Bruder Marius, der mit dem Rücken zum Tor im Fallen abzog. Wieder war
Ehlerding dran, wieder ging der Ball an den Pfosten. Diesmal sprang er
aber nicht vor, sondern hinter der Linie auf – und Sekunden später war
Westenfeld unter seinen Mitspielern begraben.
FC Eldagsen:
P.Bürst – Hahnenberg, Luczak, Gottschalk (46. Wendler) – Timmermann,
Hüsam, Gehrke, Rathe, T.Engelhardt – S.Westenfeld, M.Westenfeld.
Tore: 0:1 Mensching (42.), 1:1 Gehrke (54.), 2:1 M.Westenfeld (90.+1).
Neue Deister Zeitung, 16.05.2011
"Eigene Regeln würden mit Füßen getreten"
FC Eldagsen will Aufstiegsverbot nicht akzeptieren / Morgen Heimspiel gegen Absteiger Niedernwöhren
Fußball
(jab). Es ist schon verrückt. Jahrelang hat André Gehrke Angebote von
höherklassigen Vereinen ausgeschlagen, um weiter mit seinen Kumpels
beim FC Eldagsen spielen zu können. Jetzt ist die Chance zum Greifen
nah, dass der FCE Meister der Bezirksliga 4 wird und Gehrke mit seinen
Kumpels in der Landesliga spielen könnte – wäre da nicht die
NFV-Spielordnung, die wahrscheinlich Eldagsens Aufstieg verhindert,
weil die Schwarz-Gelben keine eigene A-, B- oder C-Jugend zum
Spielbetrieb gemeldet haben. „Seit ich davon erfahren habe, hatte ich
immer, wenn ich über Fußball nachgedacht habe, eine Hasskappe“, sagt
Gehrke, „aber es geht ja nicht nur um mich. Mir tut es auch für die
Jungs leid, die haben sich ja auch alle den Arsch aufgerissen.“
Der
entsprechende Anhang der NFV-Spielordnung zielt auf Nachhaltigkeit in
der Jugendarbeit bei potenziellen Landes- und Oberligisten ab. Die
betreibt der FC Eldagsen eigentlich schon seit Jahren, die aktuelle
Mannschaft sei dafür das beste Beispiel, findet Trainer Karsten Bürst.
„90 Prozent meiner Spieler kommen aus der eigenen Jugend“, sagt er.
Würde dieser Mannschaft der Aufstieg verweigert, wäre das „ein Schlag
in die Fresse“.
Gehrke
drückt es nicht ganz so drastisch aus: „Der Verband würde die Regeln,
die er selber aufgestellt hat, mit Füßen treten“, sagt er. Denn der FC
Eldagsen hat sehr wohl genügend Jugendspieler. Die sind allerdings
allesamt in Jugendspielgemeinschaften (JSG) aktiv, die laut
NFV-Spielordnung nicht akzeptiert werden – anders als
Jugendfördervereine (JFV). Aber wo ist eigentlich der Unterschied? „JFV
sind von vornherein auf Dauerhaftigkeit ausgelegt“, sagt der
Spielausschussvorsitzende des NFV-Bezirks Hannover, Thorsten Schuschel.
Unter anderem könne vertraglich festgelegt werden, welcher Stammverein
wie viele Spieler einzubringen hat. JSG dagegen dienten als
Überbrückung, falls ein Klub für eine Saison keine eigene
Jugendmannschaft zusammenbekommt.
Auf
den entsprechenden neuen Passus der Spielordnung sei beim Staffeltag
vor der Saison explizit hingewiesen worden, sagt Schuschel. Dass ein
Verein wie Eldagsen nicht mit dem Aufstieg gerechnet hatte und deshalb
die entsprechenden Schritte nicht in die Wege geleitet hat, sei für den
Spielausschuss kein Argument. Er werde den Bescheid, dass der FCE
nicht aufsteigen darf, bald verschicken, „obwohl sie noch nicht Meister
sind. Wir wollen ihnen aber Gelegenheit geben, rechtzeitig
Rechtsmittel einzulegen“, sagt Schuschel. Dann würde das
Bezirkssportgericht entscheiden, ob es für Eldagsen eine
Sonderfallregelung gibt. „Für mich spricht wenig dagegen“, sagt Gehrke.
Zuerst
müssen die Eldagsener allerdings Meister werden. Vier Spieltage vor
Schluss liegen sie zwei Punkte vor Tündern, am Sonnabend (16 Uhr) kommt
das bereits abgestiegene und noch sieglose Schlusslicht Niedernwöhren.
„Die Einstellung wird ganz wichtig sein“, sagt Gehrke, der warnt:
„Niedernwöhren hat in der Rückrunde oft nur knapp verloren, wir müssen
schnell klare Verhältnisse schaffen.“ Niedergeschlagenheit sei in der
Mannschaft nicht zu spüren, „eher eine Trotzstimmung. Alle sagen: jetzt
erst recht.“
Neue Deister Zeitung, 13.05.2011 FC Eldagsen nimmt mit 2:0-Sieg Hürde in Rinteln
Bürst-Team baut Führung gegenüber Tündern aus / Mannschaft zeigt Charakter trotz Hiobsbotschaft
Fußball
(gö). Der FC-Express rollt, rollt und rollt und gerät auch nicht durch
die zwei Tage zuvor bekannt gewordene Hiobsbotschaft vom Fußballbezirk
in Sachen Landesliga-Aufstieg. Beim SC Rinteln, der sechs Spiele in
Folge nicht verloren hatte, feierte die Mannschaft von Trainer Karsten
Bürst einen 2:0 (1:0)-Sieg.
„Meine
Mannschaft hat einen Riesencharakter gezeigt. Sie will einfach nur
Fußball spielen. Der Titel ist für uns ganz wichtig. Alles andere steht
in den Sternen“, so Bürst nach dem Erfolg, mit dem sein Team die
Führung gegenüber HSC BW Tündern ausbauen konnte, da der Tabellenzweite
über ein 2:2-Remis gegen xy nicht hinaus gekommen war.
Was
kam vom Bezirk? Eldagsen erfüllt nicht die Voraussetzungen zum
Aufstieg in die Landesliga. Der Verein verfügt zwar über eine 2. Herren
aber nicht die geforderte A-, B- oder C-Jugend.
In
Rinteln ließen sich die Gelb-schwarzen in den 90 Minuten von dieser
Schockmeldung nichts anmerken und hatten durch Benjamin Rathe (6.) die
Chance zur frühen Führung. Die erste und einzige Möglichkeit in der
ersten Halbzeit hatten die Gastgeber in der 13. Minute, doch der Ball
ging gegen die Querlatte und darüber hinweg ins Aus. Einen
Distanzschuss von Marius Westenfeld konnte der Rintelner Torwart gerade
noch aus dem Dreieck holen.
Dann
aber die Eldagsener Führung: Nach Vorarbeit von Sebastian Westenfeld
und André Gehrke vollendete Marius Westenfeld zum 1:0. Zwei weitere
Chancen hatte Gehrke (30., 45.), doch sein Freistoß und ein
Distanzschuss verfehlten nur knapp das SC-Gehäuse.
Nach
der Pause dominierte Eldagsen Spiel und Gegner. Gehrke (48.), S.
Westenfeld (61.) und Matthias Hüsam (74.) hatten mit ihren Chancen für
die vorzeitige Entscheidung sorgen können. Die gelang Gehrke (76.) mit
einem an Hüsam verursachten Foulelfmeter. Das 2:0 war die Entscheidung,
denn in den verbleibenden 14 Minuten verwaltete Eldagsen das Ergebnis.
FC Eldagsen:
P. Bürst – Hahnenberg, Gottschalk (72. Eicke), Engelhardt, Gehrke,
Rathe, Hüsam, M. Westenfeld (82. Wendler), Timmermann, Luczak, S.
Westenfeld.
Tore: 0:1 M. Westenfeld (27.), 0:2 Gehrke 76. FE).
Neue Deister Zeitung, 09.05.2011
FC Eldagsen konzentriert sich wieder aufs Wesentliche
Eldagsen will sich gegen Kellerkinder auch weiter keine Ausrutscher erlauben / Sonntag nach Rinteln
Fußball
(jab). Zehn Spiele hat der FC Eldagsen in dieser Saison nicht gewonnen
– abgesehen vom 0:0 gegen Springe ließen die Schwarz-Gelben alle
Punkte gegen Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte liegen. Gegen
die Teams von unten hat sich der Bezirksliga-Spitzenreiter bislang
keine Ausrutscher erlaubt. Das soll auch so bleiben. Im Endspurt muss
der FCE noch gegen die letzten Vier der Tabelle und beim FC Springe
antreten. Die wohl schwerste Aufgabe abgesehen vom Derby wartet am
Sonntag (15 Uhr) beim SC Rinteln, der derzeit Relegationsplatz 13
belegt und die letzten sechs Spiele nicht verloren hat.
„Dass die so weit unten stehen, verstehe ich nicht“, sagt
Eldagsens Trainer Karsten Bürst. Er hat Respekt vor der dribbelstarken
Offensive des SCR, der seit der Winterpause von Duran Gök, der zuvor bei
Union Stadthagen an der Linie stand, betreut wird. „Der hat eine Menge
draus gemacht in den letzten Monaten“, so Bürst. Seine Elf war
am vergangenen Wochenende spielfrei, kniete sich statt auf dem Platz
bei der Organisation des Tanz in den Mai rein. „Jetzt konzentrieren wir
uns wieder auf das Wesentliche“, sagt Bürst, der auch gegen die
Kellerkinder die richtige Einstellung fordert. „Wir haben eine riesige
Chance“, sagt er. „Wenn wir aufsteigen wollen, müssen wir in Rinteln
gewinnen. Ein Punkt reicht da nicht.“ Bis auf Florian Siuts, der
sich beim 1:2 zuletzt gegen Barsinghausen einen Bänderriss zuzog, und
Tim Lösch, der arbeiten muss, hat Bürst alle Mann an Bord. Alle seien
griffig im Training, „ich muss niemanden groß motivieren“. Die einzige
Befürchtung, die der FCE-Coach hat: dass sein Team sich jetzt unter
Druck setzt. Gegen Barsinghausen hatte er das beobachtet. „Wir müssen
wieder so befreit aufspielen, wie bei den acht Siegen zuvor“, sagt
Bürst.
Neue Deister Zeitung, 06.05.2011
Eldagsen Gewinner des Wochenendes
Eldagsen
(jab). Weil sie ihr Spiel gegen Exten vorgezogen hatten, waren die
Bezirksliga-Kicker des FC Eldagsen gestern nicht im Einsatz – sie
dürfen sich aber trotzdem als Gewinner des Wochenendes fühlen. Denn HSC
BW Tündern kam gegen den VfR Evesen über ein 1:1 nicht hinaus und
liegt wegen der schlechteren Tordifferenz in der nun begradigten
Tabelle weiter hinter dem FCE. Und auch der dritte noch ernstzunehmende
Titelkandidat SpVgg Bad Pyrmont unterlag gegen Barsinghausen und liegt
nun schon fünf Zähler hinter Eldagsen.
Einen
kuriosen 11:0-Sieg feierte der SV Nienstädt bei der SG Ronnenberg.
Ylli Syla traf dabei siebenmal. Und auch Torwart Björn Schütte, der in
der 69. Minute ins Feld gewechselt war, steuerte zwei Treffer bei.
Neue Deister Zeitung, 02.05.2011