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 Dominik Trotz

Heeßel gegen Eldagsen: Der Ausgleich fällt in der dritten Minute der Nachspielzeit

Turbulente Landesligapartie zwischen dem Heeßeler SV und dem FC Eldagsen

Mit Toren in der vierten Minute der Nachspielzeit kennt man sich seit diesem Wochenende im Raum Hannover ja bestens aus – doch im Gegensatz zum hiesigen Zweitligisten hat sich der FC Eldagsen über das Tor in der 94. Spielminute auf dem Platz des Heeßeler SV freuen können, war der Treffer von Sebastian Mende nach schönem Zuspiel von Lucas Brünig in Folge eines schnell ausgeführten Freistoßes doch der Ausgleich zum 2:2, dem Endstand.

Für Eldagsens neuen Trainer Jens Möbes war es im zweiten Spiel unter seiner Regie bereits der vierte Punktgewinn, nach dem es indes auf halber Strecke nicht unbedingt ausgesehen hatte – die Gastgeber lagen nach zwei Treffern von Christian Brüntjen (25., 42.) bereits mit 2:0 in Front. „Es war ein Wechselspiel der Gefühle heute“, sagte Möbes. „Nach vier Minuten hätten wir auch schon mit 3:0 führen können“, sagte er. Ein Tor gelang den Seinen allerdings erst nach dem Seitenwechsel – Tolga Nemnezi verkürzte in der 54. Spielminute. „In der zweiten Hälfte hatte Heeßel keine einzige Chance mehr“, berichtete Möbes. „Irgendwann waren die stehend K. o. – und wir wollten das Tor unbedingt.“

Unter der Woche hatte Möbes mit seinen Akteuren verstärkt an der Kondition gearbeitet, die ersten Erfolge dieser Einheiten haben sich offenbar schnell eingestellt. Und auch der Treffer zum 2:2 trägt als Co-Produktion zweier Einwechselspieler die Handschrift des Trainers. Der am Ende sogar am liebsten noch etwas mehr gehabt hätte, „doch man muss auch mal mit einem Punkt zufrieden sein“. Eine interessante Aussage, wenn man bedenkt, wie spät der Ausgleich gefallen ist. „Das ist extrem ärgerlich, denn die Jungs haben das sehr ordentlich gemacht“, ärgerte sich derweil Heeßels Trainer Pascal Preuß. "Die wollten das Unentschieden mehr als wir den Sieg.“

Zu allem Überfluss erweiterte sich auch noch das so sowie schon prall gefüllte HSV-Lazerett. Wlad Masljakow musste mit einer Zerrung raus. „Zum Schluss hat man dann deutlich gesehen, dass einige Spieler nicht fit genug sind“, sagte Preuß. Kurz vor dem Last-Minute-Gegentor hatte seine Elf noch den Ball, verdaddelte aber einen Konter. Die Gäste schlugen den Ball raus, in dessen Folge entstand der Freistoß, der zum 2:2 führen sollte. 

Leine-Nachrichten, 24.04.2017

Spiel auf Augenhöhe beim Heeßeler SV

"Ziemlich vollzählig“ gastiert der FC Eldagsen zeitgleich beim Heeßeler SV, und damit bei einem Gegner, der „tabellarisch sehr auf Augenhöhe ist“, sagt Coach Jens Möbes. Der Zehnte empfängt den Elften, Eldag­sens neuer Trainer rechnet mit ei­nem heißen Tanz: Nur ein Punkt an Ostern – „ich erwarte eine Trotzreaktion der Heeßeler. Wir gehen im Gegensatz zu ihnen mit einem Erfolgserlebnis ins Spiel.“ Das 3:2 ge­gen Bückeburg liegt zwar fast schon zwei Wochen zurück, doch ein Mehr an Selbstvertrauen sei im Training schon erkennbar gewesen. „Man sollte aber nicht den Fehler machen, diesen Sieg als normal anzusehen. Wir haben ihn uns leidenschaftlich erkämpft“, sagt Möbes.

Um möglichst rasch weitere Zähler und den Klassenerhalt folgen zu lassen, hat Möbes in dieser Woche auch an der Kraftausdauer arbeiten lassen. „Das klingt zu diesem Zeitpunkt der Saison vielleicht komisch, aber ich wollte sehen, wo die Leistungsgrenzen sind“, erläutert der Coach, der in Heeßel auf Rune Flohr und Dominik Trotz (beide Gelbsperre) verzichten muss. Paul Nieber ist gesundheitlich angeschlagen. 

Leine-Nachrichten, 21.04.2017 

Andre Gehrke

Gelungener Einstand für Möbes: Eldagsen beweist Moral und feiert ersten Sieg in 2017

Im ersten Spiel unter Jens Möbes setzt der FC Eldagsen in der Partie gegen den VfL Bückeburg ein Ausrufezeichen im Abstiegskampf

Das ist für Jens Möbes als Trainer des FC Eldagsen ein Einstand nach Maß gewesen. Sein Team besiegte den VfL Bückeburg mit 3:2 (2:2) und sammelte damit die ersten Zähler nach der Winterpause. Vor dem Spiel hatte Möbes noch eine Trainingseinheit angesetzt, „anschwitzen, gemeinsam Nudeln essen und dann nochmal warmgemacht“, beschrieb er das Programm vor den 90 Minuten.

Scheint gewirkt zu haben, die Senfstädter kamen gut und schnell in die Partie und gingen durch einen Freistoß von André Gehrke mit 1:0 in Führung (5.). Die Freude darüber währte allerdings nicht lange, bereits sieben Minuten später hatten die Gäste die Partie gedreht, Benjamin Hartmann (11.) und Alexander Bremer (12.) trafen binnen 90 Sekunden. „Das war schon ziemlich ernüchternd“, sagte Möbes.

Eldagsen kämpft sich

zurück Doch er registrierte hocherfreut, dass bei seinen Akteuren als Folge der beiden Gegentore nicht die Köpfe heruntergingen. „Es wurde mir berichtet, dass das früher in ähnlichen Situationen öfter mal der Fall gewesen ist“, sagte er. Diesmal nicht. Auch wenn die Bückeburger ein starker Gegner seien, wie Möbes anerkannte. „Die haben uns mit ihrem Höllentempo das Leben schwergemacht“, sagte er.

Doch auch Steve Goede, einer der drei Angreifer, mit denen der FCE agierte, legte eine ordentliche Geschwindigkeit an den Tag, tankte sich durch und spielte den Ball zurück in den Sechzehnmeterraum, wo Maximilian Rülke zum 2:2 verwertete (22.). Rune Flohr, ebenfalls fix unterwegs an diesem Tag, konnte nach dem Wechsel von den Bückeburgern nur mit einem Foul gestoppt werden.

Den verhängten Strafstoß verwandelte Gehrke zur erneuten Führung für die Schwarz-Gelben (55.). Beide Teams hatten in der Folge noch Gelegenheiten zu Toren, doch FCE-Keeper Marcel Bürst und sein Gegenüber Marc Holtkamp hatten stets noch etwas entgegenzusetzen. „Wir hatten richtig Bock und haben Gas gegeben“, sagte Möbes. Ein Einstand nach Maß eben.

Sportbuzzer, 09.04.2017

SV BE Steimbke 5 - FC Eldagsen 0

Der Trennung von Trainer Michael Wehmann unter der Woche ist die dritte Niederlage im dritten Auftritt des Jahres für die Eldagser gefolgt. Das Hinspiel hatten sie übrigens mit dem gleichem Resultat verloren. „Bis zum 0:3 war das absolut in Ordnung“, sagte Interimstrainer Christian Marx, bisher Co-Trainer. „Wir wollten etwas mehr Struktur in unsere Aktionen bekommen. Klar wird mancher nach einem 0:5 sagen, dass wir uns das auch hätten sparen können.“

Schon das 0:2 zur Halbzeit durch Tore in der 15. und 44. Spielminute war aus seiner Sicht ziemlich unglücklich, das hätte ihm sogar sein Steimbker Kollege auf dem Weg in die Kabine bestätigt. „Ein 0:0, 1:1, oder 2:2 wäre in Ordnung gewesen“, fand Marx, dessen Spieler allerdings ihre Chancen nicht nutzten – Tolga Nemnezi und Dominik Trotz scheiterten. „Man braucht eben auch etwas Spielglück“, sagte Marx. Hatte sein Team aber nicht. Spätestens als Rune Flohr den Ball in der zweiten Halbzeit an den Querbalken setzte, stand für den Übergangstrainer fest, „dass wir auch noch 40-mal auf diese Hütte schießen können, das Ding wird da heute nicht reingehen.“ Till Engelhardt sah für sein zweites Foul Gelb-Rot (60.), Marx war mit der Entscheidung des Schiedsrichters nicht einverstanden. „Das fand ich schon sehr mutig“, sagte er sarkastisch. Es folgten die Steimbker Tore drei bis fünf. „Doch das ist dann fast auch schon egal“, sagte Marx. „Nach der Höhe fragt morgen eh keiner mehr.“

FC Eldagsen: Bürst – Mende, F. Reygers (46. Goede), J. Reygers (65. Nieber), E. Engelhardt – Trotz, Gehrke – Flohr (65. Schierl), Nemnezi, T. Engelhardt – Paraschiv 

Leine-Nachrichten, 03.04.2017 

Michael Wehmann

Wehmann trifft es nicht ganz unerwartet

FC Eldagsen entlässt den Trainer / Unzufriedenheit bei den Spielern und die sportliche Durststrecke bewegen den Vorstand zum Handeln

Noch am Mittwoch Vormittag deutete nichts auf eine Trennung hin – alles schien beim FC Eldagsen seinen gewohnten Gang zu gehen. Coach Michael Wehmann plauderte über seine Ziele für die Begegnung morgen (15 Uhr) beim SV BE Steimbke. „Wenn man da 90 Kilometer hinfährt, möchte man natürlich auch was holen“, sagte er. Etwa zwölf Stunden später wurde er vom Vorstand der Senfstädter von seinen Aufgaben entbunden – „die Zusammenarbeit, die noch bis zum Ende der Saison vereinbart war, wird somit frühzeitig beendet“, heißt es in der Pressemitteilung, die der Verein am

Donnerstag verschickte. Was war passiert, das die Verantwortlichen des Tabellenzehnten, der sich zwar nicht jenseits von Gut und Böse, allerdings auch keineswegs in akuter Abstiegsgefahr befindet, zu dieser Entscheidung bewogen hat, den Schritt zu gehen, der „nicht zu vermeiden war“, wie es weiter heißt?

Nicht aus heiterem Himmel

Zunächst ist festzuhalten, dass die Freistellung keineswegs so plötzlich und aus heiterem Himmel kam, wie Wehmanns Vorausschau auf die Partie in Steimbke den Anschein geweckt hatte. „Man lernt als Spieler und als Trainer eben auch, ein guter Schauspieler zu sein“, gibt er zu. In Wahrheit ahnte er seit einem Gespräch, das er am vergangenen Sonnabend unmittelbar nach der verlorenen Partie gegen den TSV Pattensen mit Abteilungsleiter Karl-Heinz Westenfeld geführt hatte, was ihm bevorstehen würde. „Da bahnte sich etwas an“, sagt er. Am Mittwoch folgte dann die finale Besprechung. „Auf dem Weg nach Eldagsen habe ich noch zu meiner Frau gesagt, dass sie wohl nicht einfach so mit mir sprechen möchten“, sagt Wehmann. Die folgende Runde beschreiben beide Seiten als konstruktiv und ehrlich. „Ich schätze die gerade und offene Art von Michael sehr“, betont Westenfeld. „Deswegen ist das auch alles so bitter.“ Er habe seit einigen Wochen intensiv in die Mannschaft hineingehorcht, berichtet er. Und was er dort hörte, war nicht das, was er vermutet hatte. „Ende Januar waren wir noch überzeugt, gemeinsam weiterzumachen“, sagt er. Solange es keine negativen Stimmungen gäbe, bestünde auch kein Anlass für eine Änderung. „Wenn die Mannschaft mit dem Trainer zufrieden gewesen wäre, dann wären wir notfalls auch mit Michael Wehmann abgestiegen“, sagt er.

Zunehmende Unzufriedenheit

Doch genau diese Zufriedenheit sei in Teilen des Teams zuletzt eben gewichen. Und in einem Verein wie dem FCE gehe alles über den Wohlfühlfaktor und den Spaß am Fußball – und dies sei letzten Endes auch die Voraussetzung für sportlichen Erfolg. „Da mussten wir reagieren, auch weil wir befürchten mussten, dass uns im Sommer Spieler verlassen könnten.“ Wehmann sieht das im Grunde sogar ähnlich: „Wenn mit dem Angebot, das ich mit meinem Training mache, nicht alle zufrieden sind und sich in ihrer Entwicklung behindert fühlen, dann möchte ich nicht im Wege stehen.“ Und nun? Ist vor allem das Team gefragt – „ich habe den Spielern in der Kabine mitgeteilt, dass sie jetzt am Zug sind“, sagt Westenfeld. In Steimbke wird Co-Trainer Christian Marx die Elf betreuen. Eine Dauerlösung wird das allerdings nicht sein. Bereits in der kommenden Woche möchte der Verein einen Nachfolger präsentieren – eine externe Lösung soll es sein. Wehmann ist – auch wenn er aus seiner Enttäuschung keinen Hehl macht – sogar ein wenig froh, den Druck los zu sein. „Landesliga ist kein Hobbyfußball mehr“, sagt er. Und wenn man wie ich beinahe 25 Jahre sieben Tage die Woche Fußball denkt, kann man auch mal ein paar Tage Ruhe gebrauchen.“

Leine-Nachrichten, 01.04.2017

Andre Gehrke

Viel zu wenig Fußball

TSV Pattensen gewinnt Nachbarschaftsduell auf überschaubarem Niveau in Eldagsen

Es ist eigentlich alles bereitet gewesen für einen herausragenden Fußballnachmittag: Nachbarschaftsduell, strahlender Sonnenschein, über 150 Zuschauer. Lediglich die Mannschaften aus Eldagsen und Pattensen wollten beim Landesliga-Derby an der Hindenburgallee nicht so recht mitspielen. Sie lieferten fußballerische Magerkost ab, konnten allerdings mildernde Umstände dafür geltend machen.

FC Eldagsen 0 TSV Pattensen1

Die Partie begann sehr vielversprechend: Darius Marotzke ließ für die Gäste in der 2. Minute den ersten Warnschuss los, doch Marcel Bürst wehrte den satten Versuch zur Ecke ab. Diese brachte Pattensens Kapitän Nico Liedtke scharf herein, und Dennis Albrecht köpfte zur frühen Führung ein (3.). André Gehrke hatte den Ausgleich auf dem Fuß, seinen fulminanten Volleyschuss aus 25 Metern konnte Pascal Schaar jedoch wegfausten (16.). Direkt im Gegenzug ließ Christian Eilers das 2:0 liegen, als er frei vor Bürst auftauchte, doch abschloss, statt Eldagens Torhüter zu umkurven (17.). Das war es für längere Zeit mit Fußball, Fouls auf dem Platz und verbale Giftpfeile zwischen den Ersatzbänken prägten fortan das Geschehen. Und auch die Stockfehler häuften sich, was dem tiefen und unebenen Geläuf geschuldet war. Der Rasen sah deutlich besser aus, als er zu bespielen war.

Es dauerte bis zur 40. Minute, ehe es wieder eine Chance zu verzeichnen gab. Abermals vergab Eilers, sein Schuss wurde von Sebastian Mende auf der Linie geklärt. Der letzte Aufreger vor der Pause war wieder einer von unerfreulicher Natur: Gehrke stieg übermotiviert gegen Schaar ein, der sich mit einem angedeuteten Schubser revanchierte (43.). Rot für beide wäre aufgrund der Sinnlosigkeit dieser Aktionen vertretbar gewesen, stattdessen kamen die Übeltäter gänzlich ungeschoren davon. Nicht die einzige Situation, in denen sich die Unparteiischen den Unmut beider Seiten zuzogen.

Schaar hatte bei dieser Aktion den Ellbogen ins Gesicht bekommen und musste kurz nach dem Seitenwechsel ausgewechselt werden – ihm war schwarz vor Augen geworden (57.). Sein Vertreter Kai Paulig stand direkt im Mittelpunkt des Geschehens: Nach einem Missverständnis mit Albrecht bekam Tolga Nemnezi die große Chance für den Ausgleich serviert, doch Eldagsens Spielmacher kam zu weit nach links ab und schoss über den Querbalken (61.). Hanno Kock verzweifelte an der Seitenlinie beinahe, seine Elf agierte ihm viel zu passiv und fahrig. Doch nicht nur das ärgerte Pattensens Trainer – auch die Chancenverwertung bot Anlass zur Kritik. Wie Nico Westphal frei vor Bürst verzog, war symptomatisch (65.). Allein aufgrund dieser Fahrlässigkeit hätte sich der TSV nicht über den Ausgleich beschweren dürfen. Er hätte fallen können, zum Beispiel wenn das Foul von Paulig an Rune Flohr den fälligen Strafstoß nach sich gezogen hätte (70.). So aber blieb es beim knappen Sieg, die finale Riesenchance nach einem Konter vergab der eingewechselte Georg Schwarz (90.+2) – es war der passende Abschluss einer Partie, die dennoch den richtigen Sieger gefunden hatte.

„Wir hatten ja unsere Chancen“, sagte auch Kock. „So war es eben ein dreckiger Sieg.“ Trainerkollege Michael Wehmann sprach davon, dass „die Leistung von uns gestimmt hat, wir sind fit, das hat man wieder gesehen. Und das Erfolgserlebnis wird bald kommen.“

FC Eldagsen: Bürst – Mende, F. Reygers, J. Reygers (71. Goede), E. Engelhardt (83. Rülke) – Trotz – Flohr, Nemnezi, Gehrke, T. Engelhardt (46. Schierl) – Paraschiv.

TSV Pattensen: Schaar (57. Paulig) – Hofmann, P. Hoheisel, Albrecht, Schwedt – Liedtke, Schnack – Lieber, Marotzke, Eilers (46. Hinske) – Westphal (81. Schwarz).

Leine-Nachrichten, 27.03.2017

Ramlingen - Pattensen

Drei bis vier Siege müssen noch her

FC Eldagsen empfängt in der Landesliga den TSV Pattensen zum Nachbarschaftsduell

„Nicht zu spielen, hat ja den Vorteil, dass man schauen kann, was die anderen so machen“, sagt Michael Wehmann, der Trainer des FC Eldagsen. Und in den vergangenen Wochen konnten er und seine Kollegen sich ein sehr umfassendes Bild vom Treiben der Rivalen in der Fußball-Landesliga machen. Bis auf die Begegnung in Krähenwinkel, die – zumindest wenn es nach den Vereinen gegangen wäre – auch ein Verlegekandidat gewesen ist, konnte keines der in diesem Jahr angesetzten Spiele mit Beteiligung der Senfstädter ausgetragen werden.

Sei es drum – morgen (16 Uhr) wollen die Gelb-Schwarzen gegen den TSV Pattensen mit dem Punktesammeln für den Klassenerhalt beginnen. Die letzten beiden Partien des TSV fanden unter persönlicher Beobachtung eines Eldagser Verantwortlichen statt. Wehmann hofft, auf diese Weise die richtigen Erkenntnisse gewonnen zu haben. „Die kassieren wenig Tore, schießen aber auch nicht so viele“, hat er festgestellt. Allerdings immerhin zwölf mehr als sein eigenes Team – und deshalb will der Coach den Fokus auch verstärkt auf die Offensive legen. „André Gehrke eine Position nach vorne ziehen“ – das sei eine von mehreren Möglichkeiten. Bis auf die Langzeitverletzten sind alle Spieler einsatzbereit. „Drei bis vier Siege brauchen wir noch für den Klassenerhalt“, hat Wehmann ausgerechnet und fordert sein eigenes Team damit heraus. „Doch es ist allemal besser, sich den Druck selbst zu machen, als wenn ihn die anderen Teams auf dich ausüben“, findet er.

Die Bilanz der Pattenser in diesem Jahr liest sich gut, obwohl sie noch kein einziges Heimspiel absolvieren konnten: sechs Punkte, kein Gegentor. Daher dürfte es die Mannschaft von Hanno Kock nicht sonderlich stören, zum dritten in Folge in der Fremde anzutreten. „Wir spielen zu Hause mindestens so gerne wie auswärts. Mit zwei Siegen sind wir gut aus der Winterpause gekommen. Aber wir müssen weiter punkten, die Liga ist eng beieinander“, sagt der Coach.

Bei den Erfolgen in Koldingen (2:0) und jüngst in Ramlingen (1:0), wo Kock drei Sechser im Mittelfeld aufbot, ließen die Pattenser hinten nichts anbrennen. Eine stabile Defensive soll auch in Eldagsen der Schlüssel zum Erfolg sein. „Das wird ein ganz anderes Spiel als am Dienstag. Die Vorgabe lautet, über 90 Minuten die Kontrolle zu haben, defensiv wie offensiv. Wenn wir nicht nachlassen, können wir das Spiel gewinnen“, betont Kock. Die taktische Marschroute setzte sein Team zuletzt prima um. Auswärts hat der TSV in dieser Saison ohnehin erst sechs Gegentore kassiert. „Das ist nicht selbstverständlich. Das müssen wir uns jede Woche im Training erarbeiten. Wir müssen bereit sein, die Laufwege zu machen, gut zu verschieben und gegen den Ball zu arbeiten. Wir wollen keine Konter zulassen“, sagt Kock. Das Hinspiel endete 1:1.

Wichtig: Georg Schwarz ist wieder fit. Auch Simon Hinske, Darius Marotzke und Joel Mertz stehen wieder zur Verfügung. 

Leine-Nachrichten, 24.03.2017 

Julian Reygers

Für die Koldinger wird es immer enger

Fußball-Landesligist steht gegen den FC Eldagsen unter Druck

Auch für ihn ist diese Situation neu und schwer, gibt Diego de Marco zu: „Ich bin seit 17 Jahren Trainer – und noch nie abgestiegen“, sagt der Coach des Koldinger SV. „Zum ersten Mal bin ich jetzt wirklich in der Situation, dass es richtig eng wird.“ Dennoch gibt er sich noch immer optimistisch: „Jetzt kommen Teams, gegen die wir punkten müssen“, sagt der Italiener mit Blick auf die Heimspiele gegen den FC Eldagsen und eine Woche später gegen SV BE Steimbke. „Und dann spielen wir auch noch zweimal gegen Wetschen, gegen Krähenwinkel, gegen Almstedt und Lehrte – wenn wir da auch nix holen, können wir über den Abstieg reden.“

Grundsätzlich sei er mit den Leistungen seiner Schützlinge zufrieden. Obwohl die Koldinger unter seiner Regie sechs von sieben Partien verloren haben, konstatiert der Coach vor der Partie gegen die Eldagser am Sonntag (15 Uhr) richtig: „Es gab kein Spiel, in dem wir chancenlos gewesen sind. Die Jungs spielen gut, haben ihre Chancen, aber es ist wie verhext.“ De Marco hätte nichts gegen einen „dreckigen Sieg. Wenn die Eldagser 100 Chancen haben – und wir mit 1:0 gewinnen, ist mir das egal.“ Ein Dreier wäre der Korkenzieher für seine Mannschaft. „Damit sie sehen, dass sie auch noch gewinnen können.“

Dass es schwer wird, sei klar: „Die Eldagser haben eine sehr kompakte, kampfstarke Truppe. Die leben von ihrer Gemeinschaft, Homogenität, Kontinuität und Leidenschaft.“ Und wenn es letztlich doch nicht reicht? Der Verein mache der Mannschaft und ihm keinen Druck. „Wir wussten, dass die Landesliga ein Abenteuer wird“, sagt de Marco. „Wir nehmen alles an Erfahrung mit, was geht.“ Und sollte es wieder runter in die Bezirksliga gehen, „steigen wir wieder auf und etablieren uns im zweiten Versuch“.

Zwei Spiele ausgefallen, eines verloren – das ist die bisherige Bilanz der Eldagser nach der Winterpause. Trainer Michael Wehmann versucht, der Situation das Positive abzugewinnen. „Nach der Niederlage in Krähenwinkel hätten wir schon gern direkt wieder gespielt“, sagt er. „Aber so war es schön, mal drei Tage frei zu machen und auch mal die Schnauze voll haben zu dürfen.“ Die Wortwahl zeigt, dass sich die Senfstädter den Start ins Freiluftjahr 2017 ein wenig anders vorgestellt hatten. Die Knieverletzung von Alexander Schröder, zugezogen in der Partie bei den Krähen, kommt noch oben drauf. Eine Diagnose steht aus, Schröder wartet weiterhin auf einen MRT-Termin. „Kaputt wird wohl auf alle Fälle irgendetwas sein – Alex war auf einem sehr guten Wege“, bedauert Wehmann. Von einem Pflichtsieg in Koldingen möchte Wehmann nicht reden. „Wir wollen uns nicht mehr Druck machen, als eh schon da ist“, sagt er. „Es werden wieder Kleinigkeiten entscheiden – das kann auf der einen Seite sein, aber natürlich auch auf der anderen.“

Leine-Nachrichten, 17.03.2017

Julian Reygers

Zweites Spiel, zweiter Sieg: Krähen gewinnen erneut mit neuem Coach

Der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide startet in der Landesliga die Aufholjagd. Sie Elf von Trainer Ingo Trebing gewann auch das zweite Spiel nach der Winterpause - und wieder trafen die Neuzugänge.

Ein bisschen zittern müssen gehört dazu im Abstiegskampf, aber beim TSV Krähenwinkel/Kaltenweide wird viel dafür getan, dass es ein Happy End gibt. Der neue Trainer Ingo Trebing und seine Mannschaft sind in den zwei Spielen nach der Winterpause bereits so erfolgreich gewesen wie in der gesamten ersten Saisonhälfte. Nach dem 3:1 (2:1)-Heimsieg im Nachholspiel gegen den FC Eldagsen kamen in diesem Jahr bislang sechs Punkte dazu – binnen vier Tagen die Ausbeute verdoppelt.

Natürlich geht so etwas nicht im Handumdrehen, und ein wenig Glück in der einen oder anderen Szene wie im Spiel gegen die Eldagser muss auch dabei sein. Die Gäste drängten nach einer Stunde auf den Ausgleich, trafen aber immer nur viele Krähen-Beine, die das TSV-Gehäuse verbarrikadierten. So blieb es bei dem einen FC-Tor durch den viel zu frei zum Abschluss gekommenen Cezar Paraschiv bereits in der 5. Minute, als die Elf von Coach Michael Wehmann in der ersten Viertelstunde mehr vom Spiel gehabt hatte. Den Krähen merkt man indes den Willen an, unbedingt aus dem Tabellenkeller herauskommen zu wollen. Und die Neuzugänge tun ihrem Spiel gut, zumal andere wie Philipp Schmidt, auf deren Schultern bisher viel Last lag, dadurch wieder befreiter aufspielen.

Hinten wird gemeinsam gerackert, das Spiel nach vorn ist nicht mehr überwiegend auf Zufall aufgebaut: Wunderschön der Pass von Adrian Zimmermann und der Abschluss von Marcel Kunstmann zum 1:1 (22.), energisch das aus einem Eckstoß resultierende 2:1 durch René Legien (42.), der eine klasse Leistung ablieferte. Und erleichternd das 3:1 durch Kunstmanns Elfmeter nach einem Foul an Sebastian Helms in der Nachspielzeit. So kann es im Heimspiel gegen den VfL Bückeburg (Sonntag, 15 Uhr) ruhig weitergehen.

Sportbuzzer, 09.03.2017 

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